Wie ist das eigentlich auf einem Segelschiff?

Seit Jahren segeln Schülerinnen und Schüler der Montessorischule mit der DIALOG. 

Im Kollegium kam immer wieder die Frage auf „Wie ist das eigentlich auf einem Segelschiff“. Skipper Benno bot ein Segelwochenende zum Kennenlernen an.  Acht Lehrerinnen fanden sich für den Test; ein neunter Kollege fiel coronabedingt leider aus.

Das erste beeindruckende Moment kam schon mit dem Betreten der DIALOG „Das Boot schaukelt ja sogar im Hafen.“ Das nächste Aha-Erlebnis kam Sekunden später, als es hieß „In solch einer Kabine schlafen wir zu zweit?“ doch die gute Laune blieb und nach dem Beziehen der Kojen ging es wie an jedem Törn mit den Schülerinnen und Schülern zum örtlichen Supermarkt. Auch hier wurden ähnliche Erfahrungen gemacht: „Es gibt so Vieles, was es bei uns nicht gibt.“ Es wurde nach Herzenslust eingekauft😁.

Am ersten Abend im Hafen wehte es noch recht anständig. Einige hatten Befürchtungen um ihr Wohlsein und ob sie die Nacht gut überstehen würden. Am nächsten Morgen waren alle Ängste umsonst gewesen. Der Wind hatte deutlich nachgelassen und es ging rauf auf´s Ijsselmeer. Janina als Co-Skipperin übernahm die aktive Verantwortung für das Schiff. Es ging Richtung Hindeloopen, wo wir einen Kaffeestopp einlegen wollten. Mittags im Gemeindehafen angelegt, wurde das beschauliche und wunderschöne Örtchen bewundert. Zwei Stunden später zurück auf der DIALOG hatte sich der Wind vollständig gelegt. Was nun? Es wurde entschieden, dass aus dem Hafen motort und vor Hindeloopen der Anker gesetzt wird. Es sollte einen Badenachmittag auf dem Ijsselmeer geben. Gesagt getan, genossen alle das sommerliche Wetter im lauwarmen Wasser. Nur der Skipper blieb an Bord (einer muss ja Obacht geben 😉).

In der Abendsonne wurde zurück nach Stavoren motort, wo noch einmal der Anker ausgefahren wurde. Nudeln mit Tomatensoße für alle wurde als Abendessen zubereitet und mit Wonne verspeist. Bis zum Sonnenuntergang gegen 23:00 Uhr blieb die Crew vor Stavoren liegen und genoss die untergehende Sonne – – –  kitschig schön! Das Leben kann so schön sein.

Im Hafen wieder festgemacht, waren auch die letzten mulmigen Gefühle gewichen.

Sonntagmorgen hatte sich der Wind wieder eingestellt. Es wurde beschlossen, doch noch einmal rauszufahren, um das richtige Segelfeeling zu erleben. Doch bei Windstärken um die 2 BFT kam das Gefühl nicht richtig auf. 

Trotzdem waren alle beeindruckt von dem Wochenende und gingen am Montag ins Kollegium zurück mit Sätzen wie „Das ist ein besonderes Erlebnis für alle Schüler/innen und sollte unbedingt beibehalten werden.“ (Anfragen für das nächste Jahr erreichten Co-Skipperin und Skipper bereits am gleichen Tag 😊.)